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Grundreinigung

Grundreinigung oder Unterhaltsreinigung? Der Unterschied

Warum die beste Unterhaltsreinigung eine Grundreinigung nicht ersetzt – und wann eine Grundreinigung fällig ist. Mit Ablauf und Erkennungsmerkmalen.

Stand: 07.08.2026 6 Min. Lesezeit Hauser Gebäudeservice

Intensive Grundreinigung eines Bodenbelags
Kurz gesagt

Die Unterhaltsreinigung entfernt den täglichen Schmutz, die Grundreinigung entfernt das, was sich trotzdem über Monate aufbaut: alte Pflegefilme, eingetretene Rückstände und Schmutz in Randzonen. Sie ist damit kein Ersatz, sondern die Voraussetzung dafür, dass die laufende Reinigung weiter wirkt. Üblich sind ein bis zwei Grundreinigungen pro Jahr, bei stark beanspruchten Böden auch häufiger.

Worin unterscheiden sich beide Leistungen?

Gegenüberstellung der beiden Leistungsarten
UnterhaltsreinigungGrundreinigung
ZielZustand haltenZustand wiederherstellen
Intervalltäglich bis wöchentlich1–2× jährlich
TiefeOberflächenschmutzAltbeläge, Pflegefilme, Randzonen
TechnikWischsystem, SaugerScheuersaugmaschine, Einscheibenmaschine, Nasssauger
Betriebläuft parallel weiterFläche wird zeitweise gesperrt
Nacharbeitkeineje nach Belag Neuversiegelung oder Einpflege

Woran erkennt man, dass eine Grundreinigung fällig ist?

Diese Anzeichen sprechen dafür, unabhängig vom Kalender:

  • Der Boden wirkt auch direkt nach der Reinigung stumpf oder gräulich.
  • In Laufstraßen sind dunkle Bahnen erkennbar, an den Rändern nicht.
  • Die Oberfläche fühlt sich klebrig an – typisch für aufgebaute Pflegefilme.
  • Fugen in Fliesenböden sind dauerhaft dunkler als die Fliese selbst.
  • Der Belag nimmt Flecken schneller an als früher – die Schutzschicht ist weg.

Wie läuft eine Grundreinigung ab?

  1. Vorbereitung: Mobiliar räumen oder verschieben, Fläche absperren, Belag und Verschmutzungsart bestimmen.
  2. Einweichen: Grundreiniger auftragen und einwirken lassen – das löst Altbeläge, ohne den Belag mechanisch zu strapazieren.
  3. Maschinelle Bearbeitung: Einscheiben- oder Scheuersaugmaschine mit auf den Belag abgestimmtem Pad.
  4. Schmutzflotte aufnehmen und klarspülen – der wichtigste und am häufigsten unterschätzte Schritt.
  5. Nachbehandlung: je nach Belag Grundeinpflege, Beschichtung oder Imprägnierung.
  6. Trocknungs- und Aushärtezeit einplanen, bevor die Fläche wieder freigegeben wird.

Punkt vier entscheidet über das Ergebnis: Bleibt gelöster Schmutz auf der Fläche, trocknet er wieder an – der Boden sieht danach schlechter aus als vorher.

Welcher Belag verträgt was?

Grundreinigung nach Bodenbelag
BelagBesonderheitNachbehandlung
Linoleumalkaliempfindlich – pH-Wert beachtenGrundeinpflege
PVC / Vinylrobust, neigt zu PflegefilmaufbauBeschichtung
Natursteinsäureempfindlich (Marmor, Kalkstein)Imprägnierung
Feinsteinzeugunempfindlich, Fugen kritischmeist keine
TeppichSprüh-Extraktion oder Pad-VerfahrenFaserschutz optional
Parkett / HolzNässe strikt begrenzenÖl oder Versiegelung

Bei Naturstein und Parkett ist die Materialbestimmung vorab entscheidend. Ein zu saurer Reiniger auf Marmor verursacht Schäden, die sich nur noch durch Schleifen beheben lassen.

FAQ

Häufige Fragen zu diesem Thema

Üblich sind ein bis zwei Grundreinigungen pro Jahr. In stark frequentierten Bereichen wie Eingangszonen, Kantinen oder Verkaufsflächen kann auch ein kürzerer Rhythmus sinnvoll sein, in wenig genutzten Bereichen ein längerer.

Die bearbeitete Fläche ja, das Gebäude nicht. Grundreinigungen werden deshalb abschnittsweise und meist an Wochenenden, in Betriebsferien oder über Nacht ausgeführt.

Nach dem Klarspülen ist der Boden nach dem Abtrocknen begehbar. Wird beschichtet oder eingepflegt, kommen je nach Produkt und Raumklima mehrere Stunden Aushärtezeit dazu – das sollte in der Terminplanung berücksichtigt sein.

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